Die Referenzarchitektur der IDSA ist nicht die einzige Möglichkeit einen dezentralen Datenraum nach den Vorgaben des Data Acts der Europäischen Union umzusetzen.
Die Eignung von Distributed Ledger Technologie – auch bekannt als Blockchain – zu diesem Zweck steht ihr schon im Namen.

Wer zunächst noch einige generelle Informationen über Blockchains und ihre Funktionsweise sucht, könnte in diesem Artikel fündig werden: Blockchain-Basics für Nicht-Informatiker

Wie soll das denn gehen?

Kurz gesagt: die Besitzrechte zu jedem Datensatz, der im Datenraum angeboten wird, werden in einem Non-Fungible Token (NFT, nach ERC721-Standard) gespeichert und verwaltet. Der Zugang zu den Daten kann dann über fungible Tokens (ERC20) erworben werden.

Die Datails sind in den Artikeln zu den beiden Implementierungen des Ocean Protocols beschrieben:

Anwender- & Business-Sicht

Technische Sicht

Wer denkt sich sowas aus?

Diese Idee gibt es sogar gleich zwei Mal:

  • Das Axone Protocol, früher bekannt als Open Knowledge Protocol, ist eine Layer-1-Technologie zum Teilen von off-chain Ressourcen (Datensätze, Software-Applikationen zur Datenverarbeitung, Speicher- und Rechenkapazitäten), hauptsächlich als Grundlage zur Entwicklung und zum Training von KI.

  • Das Ocean Protocol umgesetzt von der Ocean Foundation. Das Projekt ist bereits 2017 gestartet, und konnte bereits 2019 mit einer ersten Version live gehen. Seitdem wird das Protokoll ständig weiter entwickelt, und mittlerweile basieren mehrere dApps darauf.

Was sagt Gaia-X dazu?

Das Ocean Protocol wurde vom Unternehmen DeltaDAO verwendet, um das Datenökosystem Pontus-X aufzubauen. In Pontus-X wurde das Trustframework von Gaia-X eingearbeitet, und DeltaDAO betreibt eine Instanz des Gaia-X Clearing Houses.

Gaia-X erkennt dieses Modell also offiziell an, und nicht nur das, einige der Leuchtturmprojekte der Initiative sind Teil von Pontus-X und basieren damit auf dem Ocean Protocol.

Die Projekte von Manufacturing-X arbeiten dagegen bisher alle mit dem IDS-RAM, und die Manufacturing-X Initiative hat sich bisher noch nicht zu dieser alternativen Architektur geäußert.

Mehr dazu findet ihr hier:

Die Ocean Foundation arbeitet seit 2017 am Aufbau eines Ökosystems für KI und Daten. Assets werden Tokenisiert, um die Besitz- und Nutzungsrechte darstellen zu können.

Bei Axone dreht sich alles um den Aufbau eines Ressourcen-Ökosystems als Grundlage für eine Verbesserung der Arbeitsmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz.

Pontus-X ist ein vom Unternehmen DeltaDao aufgebautes Datenökosystem nach europäischen Standards, auf Basis des Ocean Protocols.